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Renate Grünewald / Antonie Schneider:
Pétö, der Zauberer.

Freies Geistesleben, 2005.
ISBN: 3-7725-2033-2
32 Seiten, EUR 12,50 (ab 3 J.)

Ein wenig läßt einen Pétö mit seinen bunten Kleidern an den Zirkus denken, er hat etwas von einer Kinderzeichnung und vom Stil der DDR-Bilderbücher aus den Siebzigern und doch ist er etwas ganz Eigenes: ein Strichmännchen mit Hut und großen Schuhen, gezeichnet von Renate Grünwald, von der auch die Bilder in "Oskar und der große Och" stammen. Pips, der kleine geflügelte Punkt, bringt den Stein ins Rollen: "Ich sehe was, was du nicht siehst!", sagt er und erzählt Pétö daraufhin genau, was er alles an ihm wahrnimmt, was er tut, aber auch wie er sich fühlt, mal gut, mal schlecht. Die Farben wechseln dabei durch den ganzen Farbkasten, wobei sich Pétö mittendrin wie ein Chamäleon mitverwandelt, denn seine Kleider sind durchlässig und ändern nur ihr Muster. Zu der Kreide auf dem flächigen Buntpapier gesellen sich noch einige ausgeschnittene Formen und dem gegenüber die großen handgeschriebenen Buchstaben, die in steter Wiederholung Frage und Antwort aneinanderreihen. Damit entspricht dieses Bilderbuch genau den Bedürfnissen der Drei- und Vierjährigen, die an Pétö und Pips sicher ihre Freude haben werden. Schließlich sind sie ja selbst noch kleine Zauberer, die sehen, was wir nicht mehr sehen.


© by Ulrike Schmoller
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